Musikverein Flößerkapelle Neuses
MusikvereinFlößerkapelle Neuses  

Ehemalige Knabenkapelle

Liebe Besucher unserer Seite,

wir möchten Sie gerne auch über die Knabenkapelle informieren. Die nachfolgenden Informationen hat Herbert Doppel in mühsamer Arbeit zusammengetragen und freundlicherweise für diesen Internet-Auftritt zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank.

 

 

 

 

Die Knabenkapelle vor der Festung Rosenberg (1962)

Am 25.02.1959 wurde in Neuses die Knabenkapelle eher aus der Not heraus gegründet. Die Flößerkapelle erlebte durch das Ausscheiden älterer Musiker einen beängsitgenden Schrumpfungsprozess. Adolf Seubold, der damalige Dirigent der Flößerkapelle, hatte dann die Idee, durch die Gründung einer Knabenkapelle junge Menschen für die Blasmusik zu begeistern. In absehbarer Zeit sollten die jungen Leute die Lücken in der Flößerkapelle auffüllen können. Zusammen mit Georg Hanna und Adolf Bayer wurde diese Idee schließlich umgesetzt.

 

Im Einvernehmen mit der damaligen Schulleitung wurden musikalisch begabte Buben in der Volksschule Neuses angesprochen und für diese gute Sache gewonnen. Diese Idee wurde gut angenommen und bereits im Jahre 1960 traten 16 Buben der Knabenkapelle bei.

 

Ein hoffnungsvoller Auftakt gelang am 28. und 29. Mai 1960. Die Knabenkapelle nahm am Wertungsspiel anlässlich des Landesmusikfestes in Erlangen teil. Die Kapelle konnte auf Anhieb einen sehr guten zweiten Platz erreichen und die Kritik der Fachleute fiel zudem sehr gut aus. Angespornt von diesem Erfolg wurde nun noch intensiver geübt und es folgten weitere öffentliche Auftritte. Es kamen nun auch Einladungen und Verpflichtungen aus Nah und Fern.

 

Unvergesslich waren die musikalischen Reisen nach Italien, Belgien, England und Frankreich.

 

Allerdings hielt dieser Höhenflug nur bis 1968 an. Denn die Knaben wurden älter und hatten dann andere Interessen. Ein Neuanfang im Jahre 1970 scheiterte. Damit ging ein Kulturgut entgültig verloren.

 

 

Die Tracht der Knabenkapelle

Aus den Schankstätten der Dorfherren von Redwitz zu Weißenbrunn entwickelten sich die Gampert- und Schultheißbräu und schließlich im 19. Jahrhundert die Schultheißbräu. Der fränkische Schultheiß war als Symbolfigur für diese Brauerei bekannt. Ein Schultheiß war im 19. Jahrhundert Dorfvorsteher und Richter der niederen Gerichtsbarkeit. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass die Dorfschultheißen einst eine spezielle Dienstkleidung getragen haben, um sich damit von anderen Dorfbewohnern abzuheben.

 

Anlässlich des Jubiläums "400 Jahre Schultheiß-Bräu Weißenbrunn" im Mai 1962 kann davon ausgegangen werden, dass die damaligen Brauereibesitzer, Bernhard und Helmut Leutheußer, die Tracht nach Art des "Leutheußer-Gambrinus" der Knabenkapelle mit finanziert haben, da als Vorbild das Brauereisymbol gewählt worden war. Georg Hanna, der sich damals als Kassier sehr um die Knabenkapelle kümmerte, sammelte zudem Spenden für die Tracht.

 

Den ersten Auftritt in der neuen Tracht gab es schließlich am 25. Mai 1962 im Brauereihof.

 

 

 

 

 

Die Knabenkapelle spielte in folgender Besetzung:

Dirigent:

Adolf Seubold

 

Flügelhorn:

Günter Popp (Nick), Hans-Josef Schrepfer, Günther Schmidt (Zahn), Josef Schmidt (Gaucho), Franz Resch (Konga), Herbert Doppel (Herbertla), Hans-Jürgen Hofmann (Büff), Herwig Schwanzer

 

Trompete:

Joachim Raab, Hans Stalph (Nacka), Hans-Adolf Köcher (Hugo), Fred Schatz, Eberhard Dunst, Heinz Kestel (Lustig), Heinrich Zug (Heine), Egon Herrmann

 

Tenorhorn:

Siegfried Erhardt (Jenny), Werner Eisenbeiß (Salla), Roland Gäßlein (Ralli), Willi Schmidt, Heinz Hanna, Hans Stenglein, Karl-Heinz Braun

 

Bariton:

Robert Neder

 

Waldhorn:

Günther Hanna, Edgar Dunst (Edde), Siegfried Horn (Sig)

 

Klarinette:

Jürgen Seubold, Reinhold Hanna (Moula), Richard Schmidt, Manfred Zug (Manne), Hildebert Walker, Arno Schmidt, Peter Schnell

 

Posaune:

Georg Hummel (Schosch), Klaus Trebes, Werner Erhardt (Böhme), Franz Baierlipp, Werner Dietz, Werner Wondra, Reinhard Gräbner

 

Bass:

Hans Richter, Hans-Werner Schatz (Hanse), Wolfgang Horn

 

Trommel/Schlagzeug:

Peter Hofmann, Wolfgang Wunder, Helmut Horn, Erich Ebert (Petsche)

 

 

 

 

Italienreise 05.08.1963 bis 15.08.1963

 

 

Belgienreise im August 1964

 

 

 

Englandreise Ostern 1965

 

 

Frankreich 1966

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© Markus Hummel